Shout Out Louds – Howl Howl Gaff Gaff | Das Große Ganze

DGG Shout Out Louds

Adam Olenius, Ted Malmros, Eric Edman, Bebban Stenborg und Carl von Arbin, deren Nachnamen alle die Gemeinsamkeit haben, dass sie wie ästhetische Kunstwörter klingen, haben noch eine weitere Gemeinsamkeit: sie sind die Shout Out Louds. 2001 gegründet, veröffentlichten die Schweden eine Reihe von Singleauskopplungen, die die Welt darauf vorbereiten sollte, was im Oktober desselben Jahres folgte: ihr Debütalbum. Damit schlugen sie den Nagel auf den Kopf, denn Howl Howl Gaff Gaff fängt den Indie-Spirit bis aufs letzte Riff ein. Nachdem ihr Weg in die USA und ohne große Umschweife in die Hallen von Capitol Records führte, wurde Howl Howl Gaff Gaff für den internationalen Markt auf Hochglanz poliert und erneut veröffentlicht. Nun wird die Platte 15 Jahre alt und ist damit quasi so alt wie der*die Durchschnittshörer*in etwa war, als das Album erschien.

Wir sind Helden – Die Reklamation | Das Große Ganze

„Guten Tag, guten Tag, ich will mein Leben zurück!“ Nicht mehr und nicht weniger forderten Wir sind Helden auf der Single-Auskopplung ihres Debütalbums Die Reklamation. Die Band um Frontfrau Judith Holofernes gründete sich 2000 in Hamburg, als Holofernes auf der Suche nach Begleitung für ihren Gesang und Gitarre den Drummer Pola Roy und den Gitarristen und Pianisten Jean-Michel Tourette traf. Vor allem Konsumkritik findet in der Musik der Helden große Bedeutung.

Ob sich Wir sind Helden mittlerweile mit der schönen, neuen Version ihres Lebens abgefunden haben? In ihrer 100. Jubiläumsfolge haben Melanie Gollin und Daniel Koch die Chance, die Antwort auf diese Frage direkt aus erster Hand zu bekommen. Denn in der Spezialausgabe von Das große Ganze hören sie gemeinsam mit Judith Holofernes die Platte Track für Track und kitzeln alles aus der Sängerin, was es über Die Reklamation zu wissen gibt und was bisher vielleicht noch niemand wusste.

Madonna – FluxFM Rock’n’Role Models

Sie trägt nicht umsonst den Titel „Queen of Pop“, den ihr bisher keine andere Sängerin so richtig streitig machen konnte. Ende der 70er zog die junge Madonna Louise Ciccone eigentlich nach New York, um Tänzerin zu werden. Stattdessen spielte sie Schlagzeug, Gitarre und sang in verschiedenen Rockbands. Nachdem sie ihren eigenen Plattendeal unterzeichnete, ging es erst richtig los, denn nur ein Jahr später releaste sie ihr gleichnamiges Debütalbum und ein weiteres Jahr später ihre auf Vinyl gepresste Provokation Like A Virgin. Viel ihrer Inspiration rührte damals von „strong, independent women who wrote their own music and evolved on their own“, wie zum Beispiel Debbie Harry von Blondie oder Pretenders-Frontfrau Chrissy Hynde. Aber nicht nur andere Musikerinnen und Musiker hatten Einfluss auf die junge Frau aus Michigan. Auch Bewegungen wie Vogue, deren spezifische Tanzart als Voguing bekannt wurde, hinterließen bleibenden Eindruck und sind auf ihren dreizehn Studioalben zu hören.

Death Cab For Cutie – Something About Airplanes | Das Große Ganze

Something About Airplanes ist das Debütalbum von Death Cab For Cutie und feiert 2018 seinen 20. Geburtstag. Falls ihr richtige Fans seid, wisst ihr sicher schon längst, dass die wahren Nerds die Gruppe nur als “Death Cab” bezeichnen und sich das “Cutie” lieber mal sparen. Daniel Koch outet sich in dieser Folge als Fan vierter Stunde und hat gemeinsam mit Melanie Gollin so einige Schmankerl rund ums Album für euch dabei und versucht Melanie auch noch zum Fan-Girl zu tunen.

Peter Fox – Stadtaffe | Das Große Ganze

DGG Peter Fox

Kinder, wie die Zeit vergeht! Das blinzelt man ein einziges Mal und schon sind 10 Jahre um. So oder so ähnlich müsste es allen gehen, die erst gestern zu Alles neu, Schüttel deinen Speck oder Kopf verloren auf den Tanzflächen abgezappelt haben und erkennen müssen, dass Stadtaffe, das erste und einzige Soloalbum von Seeed-Frontmann Peter Fox, nun schon 10 Jahre alt wird. Der Klang des Albums fängt nicht nur die Essenz von Fox‘ Dancehallband Seeed ein, sondern erweitert den Klang noch um Elemente aus anderen Genres wie Neo-Soul, Funk, Alternative Hip Hop, Pop oder Jazz. Trotzdem dominieren Streich- und Perkussionsinstrumente die Platte.

Blondie – Parallel Lines | Das Große Ganze

Parallel Lines war die bereits dritte Veröffentlichung von Blondie. Zwölf Titel, davon zwei Cover und zehn Tracks, von denen Daniel Koch sechs Stück auf jeden Fall mit dem Prädikat “HITS!” ausgezeichnet hat. Und natürlich kann man über Blondie nicht sprechen, ohne von Debbie Harry zu reden. Denn der Name Blondie war schon immer ein Segen und Fluch der Band, weil doch immer alle dachten, es sei nur der Spitzname von Debbie Harry. Das nahmen sie sogar zum Anlass einen Button zu gestalten, auf dem “Blondie is a band” stand. Solche und andere Anektdoten haben Melanie Gollin und Daniel Koch zum 40-jährigen Jubiläum der Platte für euch rausgesucht. In Das große Ganze wird es dann in Gänze gespielt und vorgestellt.

Björk – Debut | Das Große Ganze

Björk - Debut DGG

Ein Debütalbum, das sich selbst so bezeichnet, aber gar keins ist. Denn Björks eigentliches erstes Soloalbum veröffentlichte die Isländerin schon 1977 mit gerade einmal elf Jahren. Als teenager war sie Teil verschiedener Punkbands, gründete etwas mit 14 die Mädchen-Punkband Spit and Snot, bis sie 1986 schließlich eine neue Gruppe namens Pukl mitformte. Den Namen änderten sie wenig später – in The Sugarcubes. Die erste Single der Indierock-Band wurde gleich ein großer Erfolg und verhalf ihnen auch außerhalb Islands zu großer Beliebtheit. Doch bevor der große Grunge- und Gitarrenmusik-Hype der 90er überhaupt so richtig losgetreten wurde, begann Björk sich bei Rockmusik zu langweilen. Zu viele Ideen für Popsongs fanden bei den Sugarcubes einfach keinen Platz und als sie 1992 schließlich nach London zog und Zuflucht in der dortigen Clubszene fand, war das Ende der Band besiegelt. Sie begann mit Nellee Hooper zusammenzuarbeiten, der seine Karriere in der Bristoler Künstlergruppe Wild Bunch startete, zu der auch Massive Attack gehörten. Gemeinsam produzierten sie ihren ersten internationalen Soloerfolg Human Behaviour, im Juni 1993 folgte Debut. 25 Jahre hat das Album, das Björk zum internationalen Superstar macht, nun auf dem Buckel. Zum Jubiläum wird die Platte in Das große Ganze nicht nur in Gänze gespielt, sondern mit sämtlichen Fun- und Good-to-Know-Facts von Melanie Gollin und Daniel Koch vorgestellt.

Lauryn Hill – The Miseducation of Lauryn Hill | Das Große Ganze

Bei den Fugees stand sie gleichberechtigt und stimmstark neben Wyclef Jean und Pras Michel: Lauryn Hill. 1998 droppte sie ihr erstes und bis heute einziges Soloalbum The Miseducation of Lauryn Hill, mit dem sie sich als eine der besten weiblichen R’n’B-Sängerinnen jemals etablierte und im darauffolgenden Jahr gleich fünf Grammies abräumte. Seelenstriptease, politische Statements, Offenheit soweit das Ohr reicht. Mit Tracks wie Doo Wop (That Thing), Ex-Factor
und Everything Is Everything traf sie den musikalischen Nerv des Hip Hop, nicht umsonst wurden daraus millionenfach gespielte Hitsingles.

Marc Bolan von T.Rex – FluxFM Rock’n’Role Models

Melanie Bolan und Marc Reusch von T.Rex (Bildbearbeitung: Constanze Kaul)

Marc Feld war schon früh an Mode interessiert, irgendwann entdeckte er Musik als Mittel zum Zweck, sein Bedürfnis nach Bewunderung zu stillen und wurde der Erfinder des Glamrock. Diese Jahre jährt sich der Todestag des glitzernden Wundervogels zum 40. mal, wir feiern außerdem seinen 70. Geburtstag. Grund genug, Werk und Leben des Marc Bolan zu beleuchten. Bevor er seinen Nachnamen änderte, hatte Marc Bolan bereits einen ersten Versuch als dylanesquer Songwriter hinter sich. Da das nicht funktionierte, schloss er sich einer Band an. Da das auch nicht funktionierte, gründete er Tyrannosaurus Rex, die zuerst ein Hippie-Duo waren und mit der Umbenennung in T.Rex und der elektrischen Verstärkung ihrer Gitarren den Glamour und Glitzer auf die Bühnen brachten. Die komplette Karriere, das Vermächtnis und den Fun Fact des Jahrhunderts.

The KLF – FluxFM Rock’n’Role Models

Melanie Gollin und Heiko Reusch im Remake des KLF Films "The Rites of Mu" (Foto: Sophie Euler/Nachbearbeitung: Nina Maul)

Namen hatten sie viele – erst The Justified Ancients of MuMu, dann The Timelords und schließlich The KLF. Mitte 1986 beschließen Bill Drummond & Jimmy Cauty das Musikgeschäft von Grund auf zu revolutionieren. Chaos wollen sie stiften und das Business vorführen, dessen sie selbst lange Teil waren und in dem sie sich auch kennenlernten. Denn Bill Drummond arbeitet nach einer musikalischen Punk-Phase ab den frühen 1980er Jahren in der A&R-Abteilung der Plattenfirma WEA und betreut dort unter anderem auch die (erfolglose) Band Brilliant, in der Jimmy Cauty Gitarre spielt. Genervt und gelangweilt vom Business wagen sich die beiden schließlich an den Neuanfang und reißen dabei die eine oder andere musikalische Grenze ein; Erst als Sample-Pioniere, dann als Mashup-Mitferfinder, als Chillout- und Ambient-Pioniere und schließlich als Köpfe der vielleicht respektlosesten, ironischsten und wahnwitzigsten Chart-Band aller Zeiten: The KLF. Eine Stunde verneigen wir uns vor Bill Drummond und Jimmy Cauty, wir spielen ihre Musik und erzählen noch mal die schönsten Geschichten ihres Schaffens – davon, wie sie einmal 1 Millionen Pfund vor laufenden Kameras verbrannten; wie sie bei den Brit Awards mit der Grindcore Band Extreme Noise Terror auftraten und wie sie einst die Country-Ikone Tammy Wynette dazu brachten, über einen Eiskrem-Wagen und Geheimbünde zu singen – das und mehr erfahrt ihr in dieser Ausgabe.